„Derart praxisferne Regelungen tragen nicht zu einer Verbesserung des Infektionsschutzes bei. In der Agrar- und Ernährungswirtschaft müssen viele Rädchen zuverlässig ineinandergreifen, um die Versorgung der Landwirtschaft und der Bevölkerung zu gewährleisten“, gibt der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes, Franz-Josef Holzenkamp, zu bedenken.
Für die Besatzung eines Binnenschiffes besteht während einer Landesdurchfahrt kein Infektionsrisiko. Trotzdem wäre jede Rückkehr in das Bundesgebiet mit Quarantänemaßnahmen verbunden. Müssten sich die Schiffsbesatzungen regelmäßig in Quarantäne begeben, würde die Rohstoffversorgung unter anderem mit Getreide und Futtermitteln binnen kürzester Zeit zum Erliegen kommen. Die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Lebensmitteln wäre gefährdet. Zusätzliche LKW mit schiffstauglichen Massengütern würden über die Straßen rollen.
Auch im Namen des Bundesverbandes Agrarhandel (BVA), des Deutschen Verbands Tiernahrung (DVT) und des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse (VdG) fordert DRV-Präsident Holzenkamp von der Bundes- und Landespolitik, die Muster-Quarantäneverordnung an dieser Stelle zu überarbeiten beziehungsweise eine Ausnahme bei den Länderregelungen zu schaffen.
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.984 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 92.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 64,9 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.
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