Bryce Dessner (*1976 in Cincinnati) ist längst kein Unbekannter mehr unter den erfolgreichen Komponisten seiner Generation. Als Gitarrist der mit Grammys ausgezeichneten Band „The National“ höchst erfolgreich und als Filmkomponist („The Revenant“) mit einem Schlag berühmt geworden, widmet er sich auch seit vielen Jahren zeitgenössischer Musik. So renommierte Ensembles wie New York Philharmonic, Los Angeles Philharmonic oder auch das London Philharmonic Orchestra haben ihn mit Kompositionsaufträgen für Orchesterwerke, Kammer- und Vokalmusik eingeladen.
Dessner verbindet in seinen Werken Einflüsse aus ganz verschiedenen historischen Epochen, die er zu einem unverkennbaren Personalstil verschmilzt. Unverkennbar ist sein Interesse an der Musik von Philipp Glass, mit dem er auch schon zusammengearbeitet hat. Auch sein Konzert für zwei Klaviere und Orchester weist Bezüge zur Minimal Music auf: In der kaleidoskopartigen Komposition wechseln sich pulsierende Rhythmen mit Passagen ab, in denen die Zeit aufgehoben zu sein scheint.
Mit Katia und Marielle Labèque verbindet ihn eine Künstlerfreundschaft, die mit seinem für die beiden geschriebenen Werk einen eindrücklichen musikalischen Ausdruck findet: „My new Concerto is a tribute to two great musicians who I am honoured to work with and who I am even luckier to call my friends.“ (Bryce Dessner, April 2018)
Weitere Informationen zu Bryce Dessner: http://brycedessner.com/
Juanjo Mena, bereits mehrfach Gast am Pult der Dresdner Philharmonie, dirigiert mit Ravels Ballettmusik „Daphnis und Chloé” und der „Suite Española“ von Isaac Albéniz zwei weitere Werke, die eher selten im Konzertsaal zu hören sind. „Daphnis und Chloé” transportiert die antike Schäferwelt an den Beginn des 20. Jahrhunderts. Impressionistisch gemalt, verschwindet aus der pastoralen Szene alle klassizistische Steifheit zugunsten eines anmutigen, manchmal wie durch Nebelschleier gesehenen Bildes.
Die „Suite Española“ bietet Porträts von Städten und Regionen der spanischen Heimat des Komponisten. Ursprünglich für Klavier geschrieben, entfaltet sie in der Orchesterfassung von Rafael Frühbeck de Burgos einen leuchtenden Klangzauber.
Tickets ab 18 Euro (Schüler und Studenten: 9 Euro) sind über den Ticketservice der Dresdner Philharmonie und an den Abendkassen erhältlich.
Programm:
16. JUN 2018, SA, 19.30 Uhr
17. JUN 2018, SO, 18.00 Uhr
KULTURPALAST
Dessner – Minimal plus
Isaac Albéniz: „Suite española“ op. 47 (1886)
Transkription von Rafael Frühbeck de Burgos
Bryce Dessner: Konzert für zwei Klaviere und Orchester (2017)
Auftragswerk der Dresdner Philharmonie, gemeinsam mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Borusan Centre for Culture and Arts und dem Orquesta Nacional de España, Deutsche Erstaufführung
Maurice Ravel: „Daphnis und Chloé“ – Suiten Nr. 1 und 2 (1911)
Juanjo Mena, Dirigent
Katja und Marielle Labèque, Klavier
Dresdner Philharmonie
Konzerteinführung
jeweils 45 Minuten vor dem Konzert
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