Regionspräsident Hauke Jagau begrüßt es, dass nach der Sophienschule, der IGS Linden und der BBS 11 nun zwei weitere Kooperationen zustande gekommen sind: „Es freut mich, dass immer mehr Schulklassen und junge Menschen die Gedenkstätte Ahlem als außerschulischen Lernort für Erinnerungskultur nutzen und zu einem festen Bestandteil des Unterrichts machen.“
„Dieser Vertrag ist ein wichtiges Signal für eine verbindliche und langfristige Zusammenarbeit der Gedenkstätte Ahlem mit dem Gymnasium Helene-Lange-Schule und dem Johannes-Kepler-Gymnasium Garbsen“, betont Stefanie Burmeister. „Unser Kernanliegen – nämlich die pädagogische und nachhaltige Arbeit mit jungen Menschen – ist damit einen großen Schritt weiter. Wir hoffen auf noch viele weitere Kooperationen dieser Art mit anderen Bildungseinrichtungen.“
„Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der Gedenkstätte Ahlem, stellt sie für unsere Schülerinnen und Schüler doch die Möglichkeit dar, an einem Ort forschend-entdeckend zu lernen, der sowohl Tatort des nationalsozialistischen Verbrecherregimes als auch ein Ort jüdischen Lebens in Deutschland war“, betont Nicole Viñals-Stein. Stefanie Miersch ergänzt: „Wir erhoffen uns, dass die Schülerinnen und Schüler sich der Geschichte dieses Ortes auf eine persönliche Art und Weise annähern und zu einem reflektierten Dialog über Geschichte und Erinnerungskultur beitragen. “ So können die Jugendlichen aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte lernen, wie sie heute und im eigenen Alltag auf Beispiele von Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus reagieren.
Zu der Kooperation gehören unter anderem Workshops, zu denen die Gedenkstätte Ahlem die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Helene-Lange-Schule und des Johannes-Kepler-Gymnasiums Garbsen einlädt. Die Schulen wollen gemeinsam mit der Gedenkstätte Projektideen entwickeln und umsetzen, die den jungen Menschen ein hohes Maß an Partizipation ermöglichen. So könnten sie beispielsweise eigene Rundgänge durch die Ausstellung entwickeln, die später im Mediaguide der Gedenkstätte Verwendung finden. Auch an der Entwicklung neuer Ausstellungsinhalte sollen die Schülerinnen und Schüler sich beteiligen. Weitere Ideen sammeln sie im Rahmen von Workshops.
Seit Eröffnung der Gedenkstätte Ahlem im Juli 2014 bis zum Juni 2018 haben insgesamt rund 37.000 Menschen die Räume der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule an der Heisterbergallee besucht. Davon waren etwa 12.700 Besucherinnen und Besucher in Gruppen zu Gast in der Gedenkstätte. Allein im vergangenen Jahr besichtigten 13.400 Besucherinnen und Besucher die Einrichtung an der Heisterbergallee. „Wir freuen uns, dass so viele Interessierte den Weg zu uns finden – und es werden immer mehr“, so Burmeister.
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